Community

Home > Talkbox >  > 
16 Seiten V « < 14 15 16  
sleePingOnlinestatus
08.09.2008, 14:37
Beitragslink: #301


Beiträge: 1



ich wunder mich sowiso, warum die Grünen schon lange nicht mehr damit werben für Tierschutz zu sein (die machen ja nur mehr Wahlkampf mit Bildung, Frauen und dass sie eben "anders" sind)

sind die überhaupt Partner von Tier/Umweltschutzorganisationen, sagt zB Greenpeace "wählts die Grünen", glaub eher ned ^^
Onlinestatus
08.09.2008, 15:40
Beitragslink: #302


Beiträge:



(sleePing @ 08.09.2008, 14:37) *

ich wunder mich sowiso, warum die Grünen schon lange nicht mehr damit werben für Tierschutz zu sein (die machen ja nur mehr Wahlkampf mit Bildung, Frauen und dass sie eben "anders" sind)

sind die überhaupt Partner von Tier/Umweltschutzorganisationen, sagt zB Greenpeace "wählts die Grünen", glaub eher ned ^^


http://marktcheck.greenpeace.at/3822.html
http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1032426
usw

Deren Plakate sind mindestens so grün wie du hinter den Ohren.
Dennoch: Greenpeace wird wohl kaum eine Wahlempfehlung abgeben.
Onlinestatus
08.09.2008, 22:54
Beitragslink: #303


Beiträge:



(Nihil_Stein @ 08.09.2008, 01:08) *

Wenn du dich immer freust wird es dir nicht schwer fallen Dutzende an Beispielen dieser tierschützerischen Selbstjustiz zu nennen.

Das sagt jetzt soviel aus wie "Wenns regnet, ist es nass."
Onlinestatus
09.09.2008, 17:23
Beitragslink: #304


Beiträge:



Die Grünen sehen sich mit diesem Thema nicht so gut ankommen in der Wählergunst. Es musste erst etwas radikales passieren, wie das Einsperren der Tierschützer denen man immer noch nichts vorzuwerfen hat um damit Wahlkampf betreiben zu können.
DrGuruOnlinestatus
10.09.2008, 12:28
Beitragslink: #305


Beiträge: 9



Schön zu beobachten war ja gestern bei der TV-Konfrontation, daß sich Van der Bellen inzwischen bewusst sein dürfte, daß es nicht sonderlich klug war, einen Anführer einer mutmaßlich gewalt- und straftatbereiten Organisation auf die Nationalratsliste seiner Partei zu setzen.

Vorallem, wenn man bedenkt, welchen Wahnsinn dieser Martin Balluch verbreitet:

Ein Zitat im Format (Nr. 21/02) vom 17.05.2002 Seite 44:

Dort meinte Balluch nach dem Mord am niederländischen Rechtspopulisten Pim Fortyn (ermordet durch einen radikalen Tierschützer): "Würde man Pelztiere vor dem Gesetz als Personen ansehen, dann könnte jemand das Rechtsgut 'Wohlbefinden der Pelztiere' für höher erachten als das Rechtsgut 'Leben' desjenigen, der den Tieren ihr Wohlbefinden nehmen will. In der ethischen Literatur wird das als Tyrannenmord' gerechtfertigt."

Er rechtfertigt damit indirekt den Mord an einem Pelzhändler (= Mensch), wenn dieser ein Tier tötet bzw. das "Wohlbefinden des Tieres" einschränkt. Damit sagt er deutlich, wieviel er von Menschen hält und welche menschenverachtende Ideologie auch von den Grünen unterstützt wird: Menschen sind weniger wert als Tiere, könnte man daraus schlußfolgern. Zumindest ist dies eine äußerst naheliegende Interpretation, über die sich kaum streiten lässt.

Der Beitrag wurde bearbeitet von DrGuru am 10.09.2008, 12:31 Uhr.
Onlinestatus
10.09.2008, 12:31
Beitragslink: #306


Beiträge:



(VollPfosten @ 09.09.2008, 17:23) *

Die Grünen sehen sich mit diesem Thema nicht so gut ankommen in der Wählergunst. Es musste erst etwas radikales passieren, wie das Einsperren der Tierschützer denen man immer noch nichts vorzuwerfen hat um damit Wahlkampf betreiben zu können.


Strache sieht es anders. Nun glaubt er in VdB (man glaubt es kaum) einen üblen Hetzer erkannt zu haben. Und der Balluch sei ein Terrorist, der zu "Tyrannenmord" aufruft. Natürlich wird ihm Angst und Bang bei solchen Begriffen, die er nicht versteht und sich wohl selbst ein wenig mit dem Tyrannen identifizieren kann.

Aber zumindest für den Karadzic soll die Unschuldsvermutung gelten. Ein Forenkommentar ist bösartiger als das Anordnen von Massenmorden. Straches Werte.
DrGuruOnlinestatus
10.09.2008, 12:52
Beitragslink: #307


Beiträge: 9



@ VollPfosten

Werden wir jetzt etwa tief?

Fakt ist, daß die Unschuldsvermutung für jeden Menschen gilt, sowohl für Balluch als auch für Karadzic, nichts anderes hat Strache bereits in den TV-Konfrontationen gesagt. Das hast auch du sicher vernommen, sofern du sie gesehen hast. Auch ich habe hier lediglich von einer "mutmaßlich gewalt- und straftatbereiten Organisation" gesprochen.

Ich weiß, was ein Tyrannenmord ist, Strache weiß es und auch du weißt es. Dennoch zeigt die Aussage Balluchs NACH einem realen Mord von einem Tierschützer an einem Menschen doch sehr gut auf, welches Menschensbild hier dahintersteckt.

Wer in Bezug auf Pelzhändler einen Tyrannenmord überhaupt in Betracht zieht oder diesen irgendwie herbeiargumentieren will, zeigt auf, daß sein Weltbild in höchstem Grade menschenverachtend ist. Hier geht es nicht um Balluch selbst oder um die Tatsache, daß seine Organisation mutmaßlich gewalt- und straftatbereit ist, sondern darum, daß eine Partei, die ernsthaft um den Vizekanzlertitel wirbt, sich ins Fahrwasser solcher Personen und der damit verbundenen Aussagen begibt. Soetwas kann auch, nein, muß sogar gerade von grüner Seite hart kritisiert werden! Da fragt man sich schon, warum dies nicht geschieht!

Ich denke auch nicht, daß du, lieber VollPfosten, es gutheißen kannst, daß jemand das Leben von Tieren über das von Menschen stellt.

Mag ja sein, daß es vielen Tieren schlecht geht, aber sich hinzustellen und vom Tyrannenmord an Pelzhändler zu sprechen, ist nicht nur zynisch, sonder klar menschenverachtend und von solchen Menschen sollte man Abstand halten und sie nicht noch mit einem Listenplatz belohnen, obwohl sie sich zu diesem Zeitpunkt sogar noch in U-Haft befunden haben.

Der Beitrag wurde bearbeitet von DrGuru am 10.09.2008, 13:21 Uhr.
Onlinestatus
11.09.2008, 02:08
Beitragslink: #308


Beiträge:



Tatsächlich, du hast deinen Beitrag editiert und dich mit dem Verfasser des vorangegangenen Beitrags vollkommen verpeilt. Und das war schon der einzige Höhepunkt, kommentieren will ich diesen Schmarrn nicht.
Torquato_TassoOnlinestatus
13.09.2008, 13:06
Beitragslink: #309


Beiträge: 4423



Wie alles begann


Am 4. April 2007, um exakt 8 Uhr 40, greift Peter Graf, Hälfteeigentümer des Textilriesen "Kleider Bauer", zum Telefon und ruft die Polizei an. Graf ist wütend. Und das völlig zu Recht. Bei seinem Mercedes E280 wurden in der Nacht sämtliche Reifen aufgestochen, das Auto mit roter Farbe überschüttet. Dem BMW Cabrio seines Bruders Werner Graf, dem die andere Hälfte des "Kleider Bauer" gehört, widerfuhr zur selben Zeit Ähnliches. ... Die Beamten des Landesamts für Terrorismusbekämpfung Wien stellten das "Lagebild" in einen Bezug zu einer Demonstration des "Vereins gegen Tierfabriken".

Derselbe Tag. Um 12 Uhr 29 schickt Erik Buxbaum, der ranghöchste Beamte des Innenministeriums, eine brisante E-Mail ab. Sie geht an so gut wie jeden Spitzenbeamten von Polizei und Verfassungsschutz. Zitat: "Morgen um 10 Uhr findet im Sitzungszimmer der Generaldirektion eine Gesprächsrunde mit dem Eigentümer der Firma Kleider Bauer, Herrn Peter Graf, statt." Man einigt sich auf entsprechend scharfe Maßnahmen.

Aber: Erich Zwettler, Spitzenbeamter im Innenministerium, schreibt eine weitere E-Mail. Darin hält er fest, was alle wissen: Es gibt keinen Beweis für eine Täterschaft der Demonstranten, "keinerlei Tatverdacht", gar nichts. Daher müsse jetzt "strukturiert" und "zielgerichtet" gearbeitet werden.

Eine personell massiv ausgestattete Sonderkommission wird gebildet. Darunter elf Beamte vom Bundeskriminalamt, fünf Beamte vom Bundesamt für Terrorbekämpfung, sechs Beamte von der Kriminaldirektion, die Oberservationsgruppe des BKA, und noch einige mehr. (Anm.: Leute, die jetzt dort fehlen, wo sie wirklich benötigt werden: An der Kriminalitätsfront!)

In weiterer Folge sei es das Problem gewesen, wie man die "passende" Staatsanwaltschaft bekommt, denn, für die angedachten Ermittlungen gegen Tierschützer benötigte man die Zustimmung der Justiz. Und angesichts der Beweislage würde man bei der Staatsanwaltschaft Wien günstigstenfalls mildes Lächeln ernten.
Doch: Es gibt eine Staatsanwaltschaft, die in derartigen Angelegenheiten als wenig bürgerrechtsbewegt gilt. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt. Allerdings: Wie kommt man mit einem Wiener Tatort zu einer Zuständigkeit der Wiener Neustädter Staatsanwaltschaft?
Das geht so: Die Ermittler erstatten Anzeige wegen des Verdachts der Sachbeschädigung gegen Mathias Podgorski, den Sohn des früheren ORF-Generals, der im Zuständigkeitsgebiet der Wiener Neustädter Justiz wohnt. Diese nimmt den Ball auf. Ab sofort gibt es ein Verfahren gegen Podgorski "und andere". Und zwar in Wiener Neustadt!

Viel später wird sich herausstellen, dass die Vorwürfe gegen Podgorski derart hanebüchen waren, dass die Anzeige zurückgelegt wurde. Aber: Man hatte die Zuständigkeit jener Staatsanwaltschaft, die sich das Innenministerium offenbar wünschte. ...

Quelle: NEWS Nr. 36/2008
Die Anatomie eines Polizei-Skandals
TorquatoTassoOnlinestatus
13.09.2008, 15:09
Beitragslink: #310


Beiträge: 9988



Fortsetzung


Der Staat zieht jetzt alle Register. Selbst „verdeckte Ermittler“ kommen zum Einsatz. 17 Personen werden observiert, drei sogar videoüberwacht. Die Ergebnisse scheinen angesichts des Aufwandes bescheiden: befreite Schweine dort, umgesägte Hochsitze da, Pkw-Beschädigungen, besprühte Auslagenscheiben. Alles sehr verwerflich – aber gemessen am Mitteleinsatz doch etwas dürftig.
Was dann folgte, wir wissen es. Die Verhaftung von zehn Tierschützern.

Wenn stimmt, was NEWS berichtet, dann handelt es sich um einen ausgewachsenen Polizei- und Justizskandal.

In weiterer Folge versuchte man auch der Frau Petrovic, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins, ans Zeug zu flicken. Und zwar, zumal sich die Frau nichts zuschulden kommen lassen hat, via Umweg über die Kontrollstelle für artgemäße Nutztierhaltung, deren Aufgabe es ist, für Lebensmittelgroßkonzerne wie zB REWE (BILLA) unabhängig zu prüfen, dass die angelieferten Produkte auch wirklich aus artgerechter Tierhaltung stammen. Beide, der Wiener Tierschutzverein als wie auch der Verein gegen Tierfabriken sind Mitgesellschafter der "Kontrollstelle". Ergo verfasste man einen "Anlassbericht", darin die Kontrollstelle wegen des Mitgesellschafters "Verein gegen Tierfabriken" als "Geldgeberin einer kriminellen Organisation" bezeichnet wurde. Aus Telefonüberwachungen sei zudem bekannt, dass geplant sei, "auch im Bereich der Fleischindustrie mit einem Gütesiegel Fuß zu fassen". Der Vorwurf einer "Schutzgeld-Mafia" stand im Raum.

Irgendwann war dieses bunte Treiben selbst der langmütigen Oberstaatsanwaltschaft Wien zu toll und sagte sinngemäß: Liebe Herrschaften, Schluss mit lustig, es reicht!
Onlinestatus
17.09.2008, 13:03
Beitragslink: #311


Beiträge:



Es gibt eine Staatsanwaltschaft, die in derartigen Angelegenheiten als wenig bürgerrechtsbewegt gilt. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt. Allerdings: Wie kommt man mit einem Wiener Tatort zu einer Zuständigkeit der Wiener Neustädter Staatsanwaltschaft?
Das geht so: Die Ermittler erstatten Anzeige wegen des Verdachts der Sachbeschädigung gegen Mathias Podgorski, den Sohn des früheren ORF-Generals, der im Zuständigkeitsgebiet der Wiener Neustädter Justiz wohnt. Diese nimmt den Ball auf. Ab sofort gibt es ein Verfahren gegen Podgorski "und andere". Und zwar in Wiener Neustadt!


aus dem inhalt der verfassungsgesetze leiten sich verschiedene grund- und freiheitsrechte ab, die namentlich zwar in keinem gesetz vorhanden sind, aber dennoch einen namen brauchen.
eines dieser grundrechte ist das "recht auf den gesetzlichen richter". der name ist verwirrend, denn er bezieht sich auch auf alle ämter und behörden. es bedeutet, dass die zuständigkeit von allen staatlichen entscheidungsträgern vor einem etwaigen verfahren schon fest stehen muss.
wenn sich die polizei also die zuständigkeit einer staatsanwaltschaft erschleicht, dann handelt es sich dabei um eine grundrechtsverletzung.
TotendracheOnlinestatus
02.10.2008, 17:41
Beitragslink: #312


Beiträge: 23201



und es geht weiter:

Wieder Hausdurchsuchung bei Tierschützern
Zwei Polizeiaktionen im Raum Wiener Neustadt - Betroffene wurden erst Anfang September aus U-Haft entlassen

Wien - Erneut sind Hausdurchsuchungen bei Tierschützern durchgeführt worden: Wie Innenministeriums-Sprecher Rudolf Gollia auf APA-Anfrage bestätigte, erfolgten am Dienstagabend zwei Aktionen im Auftrag der Staatsanwaltschaft bzw. des Landesgerichts Wiener Neustadt. Nach Angaben des "Vereins Gegen Tierfabriken" (VGT) war ein Haus im Raum Wiener Neustadt betroffen, in dem mehrere Tierschützer wohnen sollen.

Es sei wieder "um den gleichen Fall" und den pauschalen Vorwurf einer kriminellen Organisation gegangen, so Obmann Martin Balluch. Gegen 19.00 Uhr sollen Mitglieder der Sonderkommission zum Gebäude gekommen sein und die Türe aufgebrochen haben, nachdem die Bewohner nicht zu Hause waren. Ein Computer und mehrere CDs sollen beschlagnahmt worden sein. Die Tierschützer wurden später telefonisch zu Einvernahmen geladen.

Keine VGT-Mitglieder

Die Betroffenen - keine VGT-Mitglieder - sollen jener Gruppe von Tierschützern angehört haben, die bereits Ende Mai aufgrund ihrer Aktionen gegen einige Bekleidungsfirmen als kriminelle Organisation eingestuft und in U-Haft genommen worden waren. Die Gruppe war erst Anfang September enthaftet worden. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt war vorerst für die APA nicht erreichbar.

"Ich frage mich, wann das endet", meinte Balluch im APA-Gespräch. "Wie lange will die Sonderkommission noch weiterermitteln ohne Ergebnisse? Müssen die aktiven Vereine und ihre Mitarbeiter jetzt auf unabsehbare Zeit nächtliche Polizeiüberfälle fürchten?" (APA)


http://derstandard.at/?url=/?id=1220459687221
Torquato_TassoOnlinestatus
02.10.2008, 19:58
Beitragslink: #313


Beiträge: 4423



Es war zu erwarten, dass die Wiener Neustädter STA nicht so rasch aufgibt. Die Herrschaften sind wohl mit Klagen wegen Amtsmissbrauch und dergleichen konfrontiert. Und benötigen deswegen dringend Ergebnisse, weil zehn Personen einfach nur auf Gutdünken und unter Anwendung eines für die Bekämpfung schwerkrimineller Banden (die rauben und morden) geschaffenen Paragraphen, für mehrere Monate wegsperren, das ist sogar einem Staatsanwalt nicht gestattet.

Beschämend die Verschwendung von Personalressourcen der Kriminalpolizei. Die Bosse der OK dürfen sich freuen. Statt ihnen rücken die Kriminalisten irgendwelchen heißspornigen Tierschützern auf den Pelz.
Onlinestatus
02.10.2008, 23:53
Beitragslink: #314


Beiträge:



Wegen zwei beschädigten Bonzenkarossen das ganze Theater? Sozusagen, nicht der Grund aber Auslöser.
Dreamer1972Onlinestatus
18.02.2009, 17:07
Beitragslink: #315


Beiträge: 4



unsure.gif unsure.gif Ob grün,ob braun,ich wähle nix,gack trotzdem braun,is mei Zitat,wie da Rühmann scho gsunga hot ! rolleyes.gif rolleyes.gif unsure.gif dreamer1972
16 Seiten V « < 14 15 16
 
 
Suchen
 
 OK
 
 

2 Besucher in diesem Forum davon 2 anonym. Mitglieder: 0