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pfaffenheiniOnlinestatus
13.03.2007, 23:33
Beitragslink: #41


Beiträge: 55



Was du alles weißt...
gerri28Onlinestatus
13.03.2007, 23:40
Beitragslink: #42


Beiträge: 80128



tja, ich hoffe, Dich noch öfters hier zu lesen ....
Onlinestatus
13.03.2007, 23:49
Beitragslink: #43


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Im Link (auf dem Link? Beim Link? Was ist deutsch?)wird das Zölibat wieder mit den Interessenskonflikten gerechtfertigt. Das mag ein Grund für diese Institution sein, aber nicht der Hauptgrund wieso es eingeführt wurde.

Mit dem Zölibat sollte in erster Linie eine Erbfolge unter Klerikern vermieden werden. Die Besitztümer der Kirche sollten im Besitz der selben bleiben, und nicht vom Kirchenadel auf seine Nachkommen vererbt werden können. Mittlerweile leben wir in einem Rechtsstaat, dies ließe sich auch auf einfachere Wege als mit dem Zölibat bewerkstelligen.

Die Idee mit dem Interessenskonflikt ist natürlich auch nicht schlecht. Allerdings besteht in meinen Augen die Gefahr, dass ein Geistlicher mit seiner Nebenfunktion als Eheberater dadurch zum Theoretiker wird, und die Probleme seiner Schäfchen nicht ganz nachvollziehen kann.

Auch in der (östlichen) katholischen Kirche gibts Priester die heiraten dürfen, und ihre Aufgabe sicherlich nicht schlechter machen als ihre römisch katholischen Brüder. Ein Vergleich zwischen katholischen Ostkirchen und unserer wäre sowieso mal interessant, schließlich sind die Unterschiede nicht so eklatant wie die zwischen RK und den evangelischen bzw. orthodoxen Kirchen.
_CHI_0Onlinestatus
13.03.2007, 23:57
Beitragslink: #44


Beiträge: 2413



Ein zeitlich begrenztes Zölibat fände ich angebracht, auf längere zeit finde ich es sehr bedenklich.
Egal welche religion.

Und was will mir ein pfarrer schon groß über familie,beziehungsprobleme erzählen... nichts er hat keine ahnung.
Onlinestatus
14.03.2007, 00:23
Beitragslink: #45


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@ _CHI_0

Um unterscheiden zu können ob ein Ei faul oder genießbar ist muss man auch nicht selber Eier legen oder gar ein Huhn sein.

Bei Richtern ist es übrigens eher störend wenn sie zufällig selber Fachkenntnisse aufweisen die sonst einen Sachverständigen erforderlich machten.
pfaffenheiniOnlinestatus
14.03.2007, 10:35
Beitragslink: #46


Beiträge: 55



@JAS und CHI
Diese Argumente haben mich noch nie überzeugt.
Schon in meiner Jugendzeit hat mir einmal ein älterer Priester gesagt: "Wenn die Leute sagen, ich habe keine Ahnung von Ehe und Familie, dann antworte ich nur: 'Schön wär's!' "

Und tatsächlich: Erstens einmal habe ich selbst über zwanzig Jahre in einer Familie gelebt und zweitens ist ein Großteil der Seelsorge Hilfe bei Ehe-und Familienproblemen. Ein Priester erfährt mehr darüber als die meisten Ehepartner und selbst Therapeuten, weil das Beichtgeheimnis hier zusätzliches Vertrauen schafft.

Ein wirklich witziges Buch zum Thema kann ich ausdrücklich empfehlen: "Zehn Argumente für den Zölibat" von Hans Conrad Zander.
Absolut horizonterweiternd:
http://www.amazon.de/Zehn-Argumente-für-Z...4172&sr=8-1


Schönen Tag noch
ph
Onlinestatus
14.03.2007, 11:22
Beitragslink: #47


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es gibt nur zwei dinge, die gegen das zölibat sprechen:
1. abstinenz ist mit abstand die langweiligste sexuelle perversion.
2. guter sex mit der richtigen person ist ein religiöses erlebnis.
nicht umsonst kannten die meisten polytheismen eine liebesgottheit. so trennt uns der körper nicht von gott, wie uns das christentum weismachen will, sondern im gegenteil verbindet uns die körperliche erfahrung mit dem göttlichen.
so ist jeder wahrhaft zolibatär lebender piester ein armes schwein. doch wieviele sind das wirklich?
sunny1990_Onlinestatus
14.03.2007, 11:27
Beitragslink: #48


Beiträge: 519



na endlich mal wieda n gläubiger im froum....
Onlinestatus
14.03.2007, 11:49
Beitragslink: #49


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Die Windeln eines evangelischen Priesters hängen im Pfarrhaus - die eines katholischen in der ganzen Gemeinde. Dieser alte Witz ist zwar reichlich übertrieben, aber es gibt genug Priester die in einer Beziehung leben, und trotzdem von der Kirche geduldet werden. Auch hier im heiligen Land Tirol. Keiner spricht offen darüber, aber es geschieht oft genug. Nicht bei jedem und sicher auch nicht bei jedem zweiten. Aber öfter, als man annehmen möchte.
pfaffenheiniOnlinestatus
14.03.2007, 13:01
Beitragslink: #50


Beiträge: 55



Buch lesen, dann weiterreden. ;-)

Aber im Ernst:
Die gute Mitte zwischen Selbstbeweihräucherung und Kollektivschuld müssen sowohl die Christen als auch ihre Kritiker finden.

Ehe oder gottgeweihtes Leben:
Beides ist nur mit Gott erfüllend.

Für Bibelleser: 1 Kor 7,7
Onlinestatus
14.03.2007, 13:05
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Paulus war Hellenist. Geprägt von einer Kultur, in der Frauen nicht viel zu melden hatten. Inwiefern seine Meinung auf heute umlegbar ist, ist mir nicht ganz klar.
Onlinestatus
14.03.2007, 13:10
Beitragslink: #52


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Pfarrer? Leiwound!! Jetzt kann ich meine Abneigungen jemandem zeigen, der wirklich Wert drauf legen wird.

Also pfaffeheini. Sprechen wir hier von einer göttlichen Berufung oder bloß einer Arbeit? Du willst mir doch nicht einbläuen wollen, dass dir diese Arbeit spaß macht. Soviel Kälte und Seelenlosigkeit ist ja nicht mal im Islam vorzufinden ha ha ha,...........da könnte ich mich aber auch irren, schließlich kann man nicht wirklich abschätzen welche Religion einem mehr den Verstand raubt.
Onlinestatus
14.03.2007, 13:15
Beitragslink: #53


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Und so bewahrheitet sich meine Prophezeiung. Wir verlassen die Diskussion und wenden uns den Beleidigungen zu.
Onlinestatus
14.03.2007, 13:23
Beitragslink: #54


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@ JAS1978

Der Witz mit den Windeln ist genial, aber der Schuss kann
ganz arg nach hinten losgehen, denn wer steht denn gern
als der "gehörnte" da?

Die Rechtsgeschichte kennt den Fall des Böhmenkönigs
Wenzel, der nicht nur nicht Kaiser wurde sondern wegen
seiner Eifersucht in die Geschichte einging. Seine blindes
ohnmächtiges Wüten ließ er dann am Beichtvater der
Königin aus. Den Heiligen Nepomuk kennt man daher noch
heute besser.

Was wirklich gespielt wurde ahnte das einfache Volk und
nannte seinen König fortan "Wenzel, der Faule".

REM: Prinzen, die umgekehrt Grund zur Eifersucht boten,
die nannte man anders, z.B.: "Philipp, der Schöne"
_CHI_0Onlinestatus
14.03.2007, 17:19
Beitragslink: #55


Beiträge: 2413



Ein leben ohne sex auf dauer (!) ist unnatürlich. Für 1-2 jahre ok aber länger.... nein.

Man sieht ja was passiert wenn priester im zöllibat leben.
Aber die kirche ist nicht für erneuerung deshalb wird sie untergehen.
Onlinestatus
14.03.2007, 17:38
Beitragslink: #56


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die kirche wird nie untergehen solange es denn menschen gibt.der grossteil der menschen brauchen den glauben an eine höhere macht aus welchen gründen auch immer.
Onlinestatus
14.03.2007, 17:38
Beitragslink: #57


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die kirche hat sich im laufe der zeiten sehr gewandelt. sie kann aber ihr fähnchen nicht nach dem wind hängen, sondern muss den menschen kontinuität bieten. ernsthafte religiosität bedeutet nicht moden hinterher zu jagen. heute sind wir buddhist, morgen kaballistische mystiker, und weils so schön ist tragen wir dazu hinduistische henna-tatoos, deren sinn wir nicht erfassen. die kirche HAT sich bewegt. heute gilt das zölibat schon nicht mehr für jeden priester. in 70 jahren vielleicht gar nicht mehr. das erscheint uns lange, doch diese gemeinschaft soll halten bis zum jüngsten tag. man hat aus kindpäpsten, inzest, bistumskauf usw. seine lehren gezogen.
Onlinestatus
15.03.2007, 03:58
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@belgarion666: Das Zölibat gilt nicht mehr für jeden Priester? In der RK-Kirche ist mir keine (offizielle) Ausnahme bekannt. Andere katholische Kirchen sind da wieder was anderes, aber da gilt das Zölibat schon länger nimmer, bzw. zumindest nicht für jeden.

@pfaffenheini: verzeih mir bitte, wenn ich das Buch jetzt nicht bestelle und lese vor ich weiter poste. Es mag 10 oder auch mehr Argumente für das Zölibat geben, aber auch mindestens genauso viele dagegen:

1.: Das Problem mit der Erbfolge und somit der Hauptgrund für das Zölibat ist längst hinfällig.

2.: Das Zölibat führt dazu, dass gelegentlich auch Personen zum Priester geweiht werden, die aufgrund ihrer sexuellen Vorlieben keinen Partner finden können. Daraus resultierende Probleme sind vorprogrammiert. Dies ist zwar nur die kleine Ausnahme, in der katholischen Kirche jedoch signifikant öfters der Fall als anderswo.

3.: Durch das Zölibat fehlt den Priestern der praktische Bezug zur Ehe und der Kindererziehung. Ratschläge können daher nur theoretischer Natur sein.

4.: Das Zölibat, bzw. eine lebenslange Enthaltsamkeit ist unnatürlich.

5.: Das ganze ist nicht nur unnatürlich, sondern auch gegen den Willen Gottes. Wachset und mehret euch - das gilt sicher auch für Priester.

6.: Priester anderer Glaubensrichtungen verrichten auch ohne Zölibat gute Arbeit.

7.: Das Zölibat lässt Priester oft weltfremd erscheinen, da sie sich dadurch doch wesentlich von anderen Bürgern unterscheiden. Verheiratete stehen auf der gleichen Stufe wie die anderen Gläubigen, und können auch leichter akzeptiert werden.

8.: Das Zölibat schreckt viel (gute) Priesteranwärter ab, sorgt für weniger Interessenten und für viele Ausfälle in den Priesterseminaren.

9.: Priesteranwärtern mit Freundin wird oft dazu geraten, ihre Liebschaft geheim zu halten, und sich dennoch weihen zu lassen. Dies ist sowohl der Partnern, wie auch Gott und der Gemeinde gegenüber nicht vertretbar.

10.: Vorehelicher Geschlechtsverkehr ist in der katholischen Kirche eigentlich nicht erlaubt. In zuvor beschriebenen Fällen wird er aber geradezu gefördert.

Ich gebe zu, dass die Argumente nicht besonders toll ausformuliert sind - ich bin gerade nach Hause gekommen und hab sie schnell in den Computer getippt. Ich möchte damit nur ausdrücken, dass man in diesem Fall nicht mit Argumenten überzeugen kann - weder in die eine, noch in die andere Richtung. Es liegt auch absolut nicht in meinem Interresse, dich von der Unsinnigkeit des Zölibats zu überzeugen. Jeder Mensch hat ein Recht auf eine eigene Meinung, keine ist besser oder schlechter als die andere. Es freut mich sogar, dass es aufgeschlossene Priester wie dich gibt, die nicht vor einer Diskussion zurückschrecken. Nur würden mich eben deine 10 Gründe für ein Leben in Enthaltsamkeit interessieren, und nicht die in einem Buch.
___Jonny____Onlinestatus
15.03.2007, 05:49
Beitragslink: #59


Beiträge: 4513



Ein Katholik ist noch lange kein Christ

Nur jener ist Christ der Gottes Wahrheit liebt und nach ihr handelt . . .
altehexOnlinestatus
15.03.2007, 06:22
Beitragslink: #60


Beiträge: 2379



und du handelst danach? glaub ich dir nicht
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